Weil es in New York zu teuer war, begannen namenhafte Regisseure und Schauspieler in Los Angeles, genauer in Hollywood, Filme zu machen und aus der Not heraus entstand ein Erfolgsgeschichte, die sich bis zum heutigen Tage fortschreibt. Alles begann Anfang des 20. Jahrhunderts und noch heute steht Hollywood für Kino, für Filme und für "Stars und Sternchen". Dabei gilt Hollywood als Marke und verkörpert filmische Innovation und zugleich Berechenbarkeit, Kunst und Kitsch gleichermaßen.
Die Buchstaben des Schriftzuges Hollywood sind graphisch sofort präsent, prangen die Letter doch über der Stadt. Wer in Hollywood angekommen ist, wer hier ein Star wurde, verkörpert wie kaum ein anderer den amerikanischen Traum: die Idee wirklich erfolgreich zu sein.

Die erst kürzlich verstorbene Elisabeth Tailor etwa ist selbst nachdem der Höhepunkt ihres Ruhmes Jahrzehnte her ist, noch in aller Munde. Ein Hollywoodstar ist eben unsterblich.
Manifestiert wird dieser Ruhm der Hollywoodstars auf dem weltberühmte Walk of Fame: Hier bekommt jeder der Hollywoodstars - immerhin schon mehrere Tausend an der Zahl - einen Stern, der fortan beweist, dass er zu den ganz großen gehört. Je nach dem, welcher Kategorie sie angehören - so gibt es Film, Fernsehen, Musik, Radio und Theater - bekommen sie eines von fünf Symbolen zugeordnet. Die eigentlichen Stars Hollywoods sind wohl die Schauspieler, sie bekommen das Symbol einer Filmkamera.
Zu den Stars des Goldenen Zeitalters Hollywoods gehören berühmte Namen wie Clark Gable, Gary Cooper, Marilyn Monroe, Judy Garland, Ava Gardner, James Stewart, Katharine Hepburn, Grace Kelly, Gene Kelly, Fred Astaire, Ginger Rogers, John Wayne, Audrey Hepburn and Buster Keaton. Sie waren es die den Hollywoodfilm ausmachten.
Die Sonderstellung, die den Hollywoodstars zukommt, lenkt ein wenig davon ab, dass Hollywood-Produktionen die Schauspieler weniger als Künstler verstehen, als vielmehr als Angestellte begreifen und sie somit zum Produkt machen. Die allerdings sehr profitable Kehrseite des Kultes, welcher um die Hollywoodstars gemacht wird, war und ist, dass der Starrummel den Filmemachern durchaus dient, denn er lockt die Menschen in die Kinos.




